Wenn man glaubt, dass die heutige weitgehend wissenschaftlich erfasste nüchterne Welt keine Geheimnisse mehr birgt, so wird man durch die Malerei von Margrit Romberg eines Besseren belehrt. Aus großformatigen, oftmals mehrteiligen, Ton in Ton gehaltenen Tafeln schimmern uns geheimnisvolle, archaische Schriftzeichen und geometrische Formen entgegen, und manchmal erscheinen sogar entmaterialisierte Lichtfelder. Die Künstlerin erreicht eine individuelle Mythologie, indem mit Hilfe von Spuren und Zeichen, die an vergangene Kulturen erinnern, assoziationsstarke Symbole schafft. Diese intuitiv gewählten privaten Chiffren verbinden eine alte andere Welt mit unserer neuen Welt und schlagen die Brücke von Raum und Zeit. Die Bilder leiten den Betrachter durch eine gedankliche und emotionale Reise.

Stefanie Bornheim-Prang /Kunsthistorikerin